AdjudgementAt Two O'Clock>> Mehr Material zur Band

01. The obituary of happiness
02. Pompous ass
03. Scream inwards
04. War is a market
05. The license
06. Rival firm
07. ...
08. Tongue tied
09. Safe
10. Strategic silence
11. Fairytale
12. TV 290 S
13. Just another victim
Aus Hannover erreichte uns dieser Silberling der Hardcore – Combo Adjudgement. In diesem Bereich bin ich zugegebenermaßen nicht sehr bewandert und über Biohazard, Sick of it all, Madball, Ryker’s, Pro-Pain und neuerdings Hatebreed reicht mein Wissen nicht hinaus. Da hätten wir aber auch schon einen Anknüpfungspunkt, denn das mittlerweile dritte Adjudgement – Album erinnert mich vom Sound her (aufgrund des scheppernden Basses) ein wenig an „Ground Zero“ der Ryker’s. Wie es sich gehört, dauern die Songs im Durchschnitt höchstens zwei bis zweieinhalb Minuten und sind ordentlich aggressiv. Mit „At Two O’Clock“ hat die Band sich selber und natürlich auch den Fans sicherlich ein passendes Geschenk zum elfjährigen Bestehen gemacht. Textlich befasst man sich mit Kindesmißbrauch, Kriegen, der medialen Steuerung und deren Auswirkungen, sowie den Rivalitäten in der Hardcore – Szene. Die Songtitel sprechen diesbezüglich für sich. Hinter dem Albumtitel steckt eine skurrile Geschichte: die Truppe sollte um genau zwei Uhr im Rekorder Studio in Hamburg aufkreuzen, welches jedoch kurz vorher ausbrannte, so dass man umplanen musste. Von alledem ist jedoch nichts zu spüren, der fette Sound und das scheinbar wütende Geschrei von Sänger Marc gehen sprichwörtlich durch Mark und Bein! „Pompous ass“, „Fairytale“ oder auch die Helmet / House of Pain – Coverversion „Just another victim“ lassen keine Wünsche mehr offen und lassen jeden Hardcore – Fan sicherlich vor Freude auf und ab hüpfen!
Fazit: Adjudgement sind eine gute Alternative zu den oben genannten Bands und wer diese mag, wird (so wie ich nun) auch die Hannoveraner Kapelle mögen. Wer sich von den fünf beschallen lassen möchte, hat z.B. auf dem With Full Force Festival die Gelegenheit dazu.

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