AgathodaimonPhoenix>> Mehr Material zur Band

01. Heliopolis
02. Devil’s Deal
03. Decline
04. Ground Zero
05. Ghost Of A Soul
06. Winterchild
07. Time is the Fire
08. To Our Ashes
09. Amongst The Vultures
10. Oncoming Storm
11. Throughout The Fields…
12. Grey Whisper
13. Alone in The Dark (Death Angel’s Shadow)
14. Alone In The Dark (Soundtrack)
Da sind sie endlich wieder. Die BlackMetaller von Agathodaimon melden sich endlich mit einer neuen Platte zurück. Hat ja auch lange genug gedauert, denn immerhin liegt das letzte Album 'Serpent's Embrace' nun schon mehr als fünf Jahre zurück. Doch das Warten hat nun ein Ende, denn man präsentiert mit 'Phoenix' ein neues Werk und das auch noch mit einer fast komplett neuen Mannschaft.

Doch fangen wir einfach mal vorne an. Agathodaimon sind eine Band die inzwischen schon seit mehr als 10 Jahren ihr Unwesen in Deutschland treibt. Mit dem im Jahre 1998 veröffentlichten Album 'Blacken the Angel' schaffte man sich schnell einen festen Platz in der Szene und wurde mit Lob nur so überhäuft. Das Album welches durch seine eher traditionelle Ausrichtung überzeugen konnte ist in meiner Anlage ein immer noch in regelmäßigen Abständen auftauchender Gast. Das zweite Album 'Higher Art of Rebellion' ließ dann schon neue Einflüsse erkennen, doch hing der Sound des Werkes dem Vorgänger hinterher, auch wenn dies den Genuss nur unwesentlich schmälerte. Mit dem dritten Album 'Chapter III' gab es nun allerdings eine radikale Wende im Sound und die Ausrichtung der Band wurde wesentlich moderner. So entlieh man sich in vielen anderen Gebieten Einflüsse und konnte zudem noch mit einem glasklaren Sound punkten, der das Album zu einem echten Ohrenschmaus machte, jedoch auch als eine deutliche Zäsur in der Bandgeschichte anzusehen ist. Dieses Konzept wurde dann auf dem letzen Studioalbum 'Serpent's Embrace' konsequent weiterentwickelt und man verfeinerte die auf 'Chapter III' eingeführten Veränderungen noch um ein vielfaches. So war hier vor allem der vermehrte Einsatz von Keyboards und elektrischen Samples dazu gekommen, der dem Sound der Band eine weitere völlig neue Facette verliehen hat. Danach wurde es dann erst einmal Still um die Jungs und nach einigen Konzerten hörte man immer weniger. Insgesamt, wie schon gesagt, hat es nun fünf Jahre gedauert bis man wieder von sich hören ließ. In dieser Zeit ist einiges passiert und es ist lediglich Bandleader Sathonys und Keyboarder Felix vom Line Up des vorherigen Album übrig geblieben. Der Rest der Mitglieder verließ die Band aus verschiedensten Gründen. Was hat dies nun für Auswirkungen auf die neue Scheibe? Reichliche!

Als erstes einmal muss man sagen, dass Agathodaimon ihrem Stil auch nach einer so langen Zeit erstaunlich treu geblieben sind und sich eine klare Linie im Songwriting und den Songs bewahrt haben. Man merkt als Fan deutlich und ohne Zweifel mit welcher Band man es zu tun hat. Doch ist die Platte in sich um einiges komplexer geworden und viele der Songs erschließen sich nicht beim ersten mal. So musste ich mir beim ersten Hören eingestehen, dass ich mir mehr von der Platte erwartet hatte. Irgendwie wirkte das Material wenig fesselnd und konnte mich nicht in dem Masse mitreisen wie es noch die Vorgängeralben geschafft hatten. Dieser Eindruck verflog allerdings nach einigen Hördurchläufen wieder und die eigentliche Tiefe des Albums eröffnete sich. Vor allem Sänger Ashtrael ist für den Sound ein echter Glückfall, da dieser im Gegensatz zu Akaias einen wesentlich größeren Stimmumfang hat und durch seine deutlichere Artikulation den Texten einen völlig neuen Stellenwert verleiht. Darüber hinaus kann man auf diesem Album auch mit einem unglaublich klaren und sauberen Sound überzeugen, der sich hinter keiner der Majorreleases verstecken muss. Es kommt hier einfach alles perfekt zusammen und nachdem man den ersten Einhörungsprozess überstanden hat kann man ein grandioses Album genießen, welches mit Abwechslung und vertrackten Passagen die sich mit eingängigen Melodien ergänzen überzeugt und von einem unglaublich gutem Sänger ergänzt wird.

Auch wenn es ein paar Durchläufe braucht, bis sich 'Phoenix' dem Hörer vollständig erschließt und seine ganze Stärke ausspielen, sollte man diesem Album auf jeden Fall die Zeit geben. Es lohnt sich in jedem Fall. Man hat bei Agathodaimon gezeigt, dass sich das warten gelohnt hat und man gespannt auf mehr sein kann. Ich kann hier nur eine 100% Kaufempfehlung aussprechen.


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