All Shall PerishHate.Malice.Revenge>> Mehr Material zur Band

01. Deconstruction
02. Laid to rest
03. Our own grave
04. The spreading disease
05. Sever the memory
06. For far too long
07. Never ending war
08. Herding the brainwashed
Heutzutage kommt es immer häufiger vor, dass verschiedene Musikstile zu etwas Neuem kombiniert werden, wobei das entstehende Resultat niemand so richtig benennen kann. Ein weiteres Beispiel für diese Entwicklung ist die Musik von All Shall Perish. Die kalifornische Band befindet sich in den Fittichen von Nuclear Blast und veröffentlicht am 14. Februar mit „Hate.Malice.Revenge“ ihr Debütalbum. In ihren Songs verschmilzt klassischer Death Metal mit modernem Metalcore. Herausgekommen ist ein ordentliches Brett, das an Aggressivität und Hochspannung wohl nicht zu überbieten ist. Gesanglich wird die ganze Bandbreite abgedeckt: von tiefen Growles bis hin zu fürchterlichen Schreien, die in die Glieder fahren, ist alles vertreten. Schon der Opener, „Deconstruction“, ist richtungweisend und überrollt den Hörer ohne Rücksicht. Die typischen Metalcore – Passagen auf e-Moll und mit viel Becken-Geschepper dürfen natürlich nicht fehlen. Diese Herren haben scheinbar eine ganze Menge Wut im Bauch! Der Sound ist optimal zusammengemixt: fette Gitarren, eine drückende Doublebass und der schon angesprochene, messerscharfe Gesang sind wie ein Ellbogenschlag in die Nieren. „Hate.Malice.Revenge“ ist einerseits eine zerschmetternde Todesmaschine und andererseits ein packender Animator, seinen Kopf zu schütteln, so lange er noch nicht explodiert ist. Der schnelle Wechsel von der einen Kategorie in die andere macht die Platte sicher einzigartig. Doch sollte man die Scheibe auch aus einer zweiten Sicht sehen: trotz aller Begeisterung für Death Metal und Metalcore sowie der höchsten Anerkennung für diese Platte ist es meiner Meinung nach fraglich, inwieweit sich zwei solch extreme Stilrichtungen adäquat zusammenbringen lassen. Zwar verbindet beide Richtungen eine gewisse Härte, allerdings unterscheiden sie sich irgendwo doch voneinander. Die eigentliche Geradlinigkeit, die sowohl dem Death Metal als auch dem Metalcore jeweils zugrunde liegt, wird durch das Verschmelzen der beiden Richtungen unterbrochen. Wunderbares Geknüppel nahtlos mit einem Hardcore-Riff zu verbinden, bei welchem der Schlagzeuger entsprechend oft sein Becken einsetzt, ist eben ein schwieriges Unterfangen. Denn die eigentliche Stärke jener Genres liegt ausnahmsweise wohl eher in ihrer gewissen musikalischen ‚Begrenztheit‘. Für eiserne Verfechter der einen oder der anderen Sparte ist der Silberling deshalb sicher eher nicht geeignet. Aber: Musik ist bekanntlich Geschmackssache.

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