AmorphisEclipse>> Mehr Material zur Band

01. Two Moons
02. House Of Sleep
03. Leaves Scar
04. Born From Fire
05. Under A Soil And Black Stone
06. Perkele (The God Of Fire)
07. The Smoke
08. Same Flesh
09. Brother Moon
10. Empty Opening
Seit der Entstehung der Band im Jahre 1990 gelang es Amorphis, sich mit jedem neuen Album eine andere Musikrichtung anzueignen. Angefangen haben die Jungs mit „The Karelian Isthmus“ (1992), einer Death Metal - CD. Dann kamen mehr Folk- und Doom-Einflüsse ins Spiel, wobei das Growlen immer seltener wurde, so dass schließlich auf „Far From the Sun“ (2003) weder Growlen noch Metal zu finden waren. Nach diesem Album stieg der langjährige Sänger von Amorphis – Pasi Koskinen – aus der Band aus und die Suche nach einem neuen geeigneten Frontmann fing an. Nachdem die Musiker sich mehrere hunderte von Demos verschiedener Kandidaten erfolglos angehört hatten, stießen sie durch Mundpropoganda auf Tomi Joutsen (Sinisthra), der mittlerweile auch die heiß begehrte Stelle bekommen hat. Ab jetzt wusste niemand mehr, welchen Kurs die Band einschlagen würde.

Dass sie nicht zurück zu ihren Death Metal - Wurzeln kehren, hat keinen überrascht, jedoch haben sie mit diesem Album etliche Schritte in Richtung ihrer früheren Musik gemacht. Wenn man die Entwicklung der Band als eine gerade Linie betrachten würde, könnte man dieses Album unter Umständen irgendwo zwischen „Elegy“ und „Tuonela“ platzieren. Einerseits herrschen hier viele Volksmelodien vor, an denen auch Instrumente wie Flöte und Keyboard beteiligt sind, anderseits wird hier und da gegrowlt, und alles ist sehr professionel produziert. Auf „Eclipse“, einem Konzeptalbum, haben die Jungs wieder das finnische, nationale Epos ‚Kalevala’ aufgegriffen, um darauf ihre Lyrics aufzubauen. Dadurch haben sie eine Brücke zu dem schon 1994 erschienen „Tales from the thousand Lakes“ gebaut – noch einem Konzeptalbum, das von dem ‚Kalevala’ inspiriert worden war. Diesmal schildern die Lyrics das tragische Schicksal von Kullervo.

„Eclipse“ hat sogar den ersten Platz in den finnischen Charts erobert! Für uns könnte es ziemlich ungewöhnlich erscheinen, aber es ist nicht das erste Mal, dass Amorphis solche Anerkennung in ihrer Heimat erlangen: Auch die Single „Alone“ aus dem Album „Am Universum“ topte während drei Wochen die finnischen Charts. Man muss aber ehrlich gestehen, dass „Eclipse“ keine bahnbrechenden Ideen liefert. Das Lied „House of Sleep“, das schon am 4. Januar 2006 als Singleauskopplung veröffentlicht worden war (und in meinen Augen zu den schlechtesten auf diesem Album gehört), hört sich wie eine ‚HIM trifft neuere Paradise Lost’ - Kombination an. Auch manche anderen Lieder klingen, als hätte man sie schon mal gehört, beispielsweise „Under A Soil And Black Stone“, das ein bisschen von dem Anathema-Touch (in der Zeit von „Judgement“) hat. Und trotzdem: Diejenigen von Euch, denen solche ‚progressiver-Rock-trifft-Folk-und-Doom-mit-einem-Hauch-von-Death’ – Musik ans Herz gewachsen ist, können auch eine gewisse Magie und Fülle schöner Melodien auf dieser CD finden.

Luna

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