AnnihilatorMetal>> Mehr Material zur Band

01. Clown Parade
02. Couple Suicide
03. Army Of One
04. Downright Dominate
05. Smothered
06. Operation Annihilation
07. Haunted
08. Kicked
09. Detonation
10. Chasing The High
Wenn man heutige Bands nach ihrem Einflüssen fragt, taucht neben den üblichen verdächtigen wie Slayer, Metallica, Black Sabbath oder Ozzy Osbourne auch immer wieder der Name der Band Annihilator auf. Zwar hat es die Band um Jeff Water noch nie wirklich geschafft in ihrem Genre soviel Einfluss zu gewinnen das sich das in entsprechenden Verkaufszahlen niedergeschlagen hat, doch Jeff Water ist den meisten Gitarristen ein Begriff. So hat dieser mit Album wie 'Alice in Hell' Meilensteine geschrieben und eingespielt, die in der Metalgeschichte durchaus einen festen Platz gefunden haben. Mit dem letzten Album "Schizo deluxe" und dem Vorgänger "All For You" hat man sich zwar eine neue Crew zusammen gesucht uns zwei durchaus solide Platten aufgenommen, doch wirklich etwas gerissen hat man mit den Album nicht, da beide irgendwie in der Versenkung verschwunden sind. Nun ist man mit dem inzwischen mit dem 15 Longplayer, wenn ich mich nicht verzählt habe, wieder da, hat ein neues Album, einen neuen Endorsementdeal mit Ran Guitars und jede Menge andere Überraschungen im Gepäck.

Doch kommen wir erst einmal zur Platte selber. Mister Water hat ingesamt 10 Songs auf den Longplayer gepackt und sowohl Bass wie auch die meisten Gitarrenspuren eingespielt. Wie schon im vorfeld tönte der Canadier wie schon so oft, dass man hier nun einmal mehr das wohl beste Metalalbum aller Zeiten vorliegen hätte. mit den besten Gitarrenspuren seit je her. Damit man das dann auch noch toppen kann hat man sich jede Menge Gastspieler eingeladen, die sich alle im Laufe ihrer Karriere schon als Fans der Band geoutet haben. Ob es sich jetzt dabe um einen geschickten Promotiongag handelt bestreitet Jeff Water zwar, doch gehe ich einmal schwer davon aus, dass die Verkaufszahlen da wohl auch eine Rolle spielen. Mit dabei sind Leute wie Alexi Laiho, Danko Jones, Jeff Lomis, Anders Bjørler, Michael Amott, Jesper Strømblad oder auch Corey Beaulieu. Somit hat man sich von jeder Populären Band des Genres einen Ausgesucht, der die Songs noch einmal mit einem Solo verschönern kann. Einmal abegesehen von Danko Jones, der sich zusammen mit Angela Gossow im Duett versucht. Aber auch wenn hier noch einmal nette Akzente gesetzt werden, kommt für mich bei dem Album nicht wirklich Stimmung auf. Die Songs sind zwar an sich nicht schlecht, doch in ihrer Gesamtheit wirken sie eher belanglos und vor allem Sänger Dave Patton wertet die Stücke alles andere als auf. Um genau zu sein wirkt sein platter und wenig abwechslungsreicher Gesang sehr bieder und bringt durch die versuchten melodischen Akzente viele Songs zum kippen. Auch wenn Nummern wie "Haunted", "Kicked" und "Chasing The High" durchaus gut sind, hört es danach aber schon auf. Drei gute Nummern sind für "das ultimative Metalalbum" halt einfach zu wenig.

Fans von Jeff Water werden sich dieses Album sicherlich zulegen und auch einige Fans der anderen vertretenen Bands werden sicherlich zugreifen, doch kommt das Album für mich nicht wirklich über den Status eines weiteren belanglosen Werkes hinaus und kann bei weitem nicht an die alten Klassiker anknöpfen.


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