AsmodeusImperium Damnatum>> Mehr Material zur Band

01. Enthronement of the sovereign
02. Decretum executionis
03. Servitus in aeternitatem
04. Inciting the rebellion
05. On the inflamatory march
06. Thorns
07. Sator discordiae
08. Withering vengeance
09. A blaze at dawn
Als ich die Promo-CD “Imperium damnatum” von Asmodeus in Händen hielt, fiel mir zuerst das Cover Artwork auf. Düstere Atmosphäre, vermittelt durch eine Zeichnung einer Phantasie-Schlachtszene mit einem Axt schwingenden Tiermenschen, der sich durch die Reihen der Feinde schlägt. Gestaltet wurde es von Juanjo Castellano (www.juanjocastellano.zoom), der auch für viele andere Bands das Cover-Design übernommen hat.

Die österreichischen Schwarz-Metaller Asmodeus wurden im Jahre 1999 von Tyr (Gitarre), Desdemon (Bass/Vocals), Lestat (Gitarre/zus. Vocals) und Ashram (Drums) gegründet. Schon im selben Jahr spielten sie live in Graz, ihrer Heimatstadt. Damals noch als Support für Third Moon aus Linz, ein Jahr darauf schon vor Satyricon, Behemoth und Hecate Enthroned. Nach einigen internen Auswechslungen sind Tyr und Desdemon nun mit dem Neuzugang Malthus an den Drums unterwegs.

Mit „Imperium damnatum“, dem zweiten regulären Album (vorher gab es noch drei Demos), melden sie sich imposant zu Wort und Ton. Auf der Platte befinden sich insgesamt neun Stücke und schon beim ersten Track, „Enthronement of the sovereign“ zeigt Malthus, welche Geschwindigkeit er für den Rest der Platte vorgeben wird. Alles geht hier druckvoll ans Werk und passt perfekt zusammen: Die Melodien, die vereinzelt eingestreut werden, Doublebass-Attacken und Desdemon’s starkes Growlen klingen in manchen Parts tatsächlich ein wenig nach Immortal. „Decretum executionis”, das zweite Stück, beginnt auch direkt wie der Soundtrack zu einer Exekution, brutal scheppern die Drums und vermitteln mit dem herrlich dumpfen Growlen des Sängers perfekt das nahende Ende durch die beschlossene Exekution. „Servitus in aeternitatem”, übersetzt wohl in etwa „in ewiger Sklaverei“ (hoffe, dass das hinkommt, mein Lateinlehrer würde mich wahrscheinlich auslachen…), klingt noch eine Ecke fieser als die vorigen Songs und überzeugt mit guten Hochgeschwindigkeitsparts. Die Nummer vier, „Inciting the rebellion”, hetzt im wahrsten Sinne des Wortes. Insgesamt ein bisschen weniger Gesang, aber dafür ein feines Klanggewitter aus Doublebass und Gitarren, die wellenweise die Aggression schaffen, die zum Titel passen. „On the inflammatory march” passt ins Gesamtbild, auch wenn es keine großen Besonderheiten hat. Gefällt aber trotzdem, nicht aufdringlich zumindest. „Thorns” erinnert mich stark an Sear Bliss aus Ungarn, nur ohne Blasinstrumente, aber definitiv ein klasse Track. Anfangs brutal und gegen Ende ein melodischer Ausklang, gefällt. Die Sieben, „Sator Discordiae”, Säer der Zwietracht, bietet etwas wirre Melodien und will einem nicht mehr aus dem Kopf. Macht aber nix, im Gegenteil: Da der Track überzeugt, hinterlässt er keinen fiesen Nachgeschmack wie bei den MTVIVA Klingelton-Ohrwürmern. „Withering vengeance” beginnt mit einem Stimmungsvollen Intro, eingeleitet von einer akustischen Gitarre und begleitet von Regen und Donnergrollen. Nach 1:30 Minuten beginnt dann der eigentliche Track, roh und düster, diesmal mit sauberer, nicht scheppernder Gitarre. Wie er begonnen hat, so endet der Track, nämlich mit der Akustischen und einem Unwetter. „A blaze at dawn” ist das Outro, wie schon beim Track vorher die Akustische und ein Unwetter.

Keines der Stücke langweilt oder ‚stört’ beim Hören, am längsten im Ohr hatte ich Track 1, „Enthronement of the sovereign”. Alles in allem ein hörenswertes Album aus Österreich. Ich werde nun wohl mal schauen müssen, ob man Asmodeus in der Nähe live sehen kann. Die vorliegende Promo bietet in jedem Fall soliden Black Metal mit einer Menge Höhen und keinen merklichen Tiefen, wie ich finde.

Hörproben und weitere Infos sind zu finden unter: www.asmodeus.at

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