Astral DoorsEvil Is Forever>> Mehr Material zur Band

01. Bride of christ
02. Time to rock
03. Evil is forever
04. Lionheart
05. Praise the bones
06. Pull the break
07. Fear in their eyes
08. Stalingrad
09. From the cradle to the grave
10. The flame
11. Path to delirium
So sehr klassischer Heavy Metal Mitte der 90er Jahre am Boden lag, so sehr befindet er sich seit einigen Jahren auch schon wieder im Aufwind und aufgrund der Vielzahl von Veröffentlichungen in diesem Bereich ist es für eine Band heutzutage ungemein schwer, sich von der Masse abzuheben. Dabei hätte es u.a. folgende Band mehr als verdient, den Durchbruch zu schaffen: Astral Doors aus (natürlich...) Schweden. Schon das Debütalbum „Of the son and the father“ konnte vor zwei Jahren als Lichtblick in einem Haufen durchschnittlicher Bands bezeichnet werden und mit „Evil is forever“ dürfte es den Schweden mühelos gelingen, ihren Status weiter auszubauen.

Dabei hatte ich beim Hören von „Evil is forever“ wie auch schon beim Vorgänger eigentlich nie das Gefühl, dass hier eine relativ neu formierte Truppe musizieren würde – zu reif und zu qualitativ hochwertig klingen die einzelnen Songs. Zudem trifft im Falle Astral Doors einmal mehr die These zu, dass die Klasse einer Band steht und fällt mit der Klasse und der Ausstrahlung ihres Frontmanns. Denn die Astral Doors haben mit Nils Patrik Johansson einen Sänger am Start, der schlicht und einfach zu den größten seines Metiers gezählt werden muß und somit schon die halbe Miete darstellt. Johansson klingt wie eine Mischung und muß in einem Atemzug genannt werden mit Johnny Gioeli (Axel Rudi Pell), Tony Martin und Ronnie James Dio höchstpersönlich! Dabei rollen ihm Jocke Roberg (k.), Joachim Nordlund (g.), Martin Haglund (g.), Johan Lindstedt (d.) und Mika Itäranta (b.) natürlich einen musikalischen Teppich aus, der wie geschaffen ist für seine Stimme.

Denn die Astral Doors klingen wie eine in die heutige Zeit übertragene, d.h. keineswegs altbackene Mischung aus Rainbow, Black Sabbath (zu Dio – Zeiten) und Ronnie James Dio’s Soloalben, die mit einer gehörigen Portion Frische und einem zeitgemäßen Groove daherkommt. Manchmal habe ich beim Hören von „Evil is forever“ auch das Gefühl, eine etwas ‚kantigere‘ oder ‚dreckigere‘ Version einer Axel Rudi Pell – CD zu hören.

Gleich das Eröffnungstrio des Albums offenbart die gesamte Bandbreite des Astral Doors – Sounds: Der Uptempo – Opener „Bride of Christ“ ist ein Doublebass – Headbanger allererster Sahne, es folgt die knackige Midtempo – Nummer „Time to rock“ (R.J. Dio’s „We Rock“ muß nicht nur aufgrund des ähnlichen Titels als Vergleich herhalten) und an dritter Stelle steht der zunächst schleppende, später dynamische Titeltrack. Und genau dies ist das Spektrum, in dem sich auch die übrigen Songs des Albums bewegen. Zugegeben kann die Band das atemberaubend hohe Niveau des Eröffnungstrios nicht über die gesamte Spielzeit von 49 ½ Minuten retten (damit meine ich in erster Linie das förmlich belanglos vor sich hin plätschernde „Stalingrad“), dennoch kann dies den überwältigenden Gesamteindruck nicht schmälern. Dieses Album ist ein absoluter Volltreffer – nicht mehr und nicht weniger! Nicht nur Fans, denen das letzte Dio – Album zu langsam ausgefallen ist, dürften an „Evil is forever“ ihre wahre Freude haben. Als Anspieltipp würde ich neben dem Eröffnungstrio noch „Fear in their eyes“ nennen.

Sehr cool ist übrigens die Biographie auf der Astral Doors – Bandhomepage www.astraldoors.com geschrieben, die im Stile von Manowar’s Erzählung „The warriors prayer“ daherkommt.

ShamRock

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