AudiovisionThe Calling>> Mehr Material zur Band

01. The calling
02. The king is alive
03. Evil or divine
04. The rock of my soul
05. Read between the lines
06. Face to face
07. Show me the way
08. Love is like oxygen
09. Hold me
10. Colors
Narnia – Sänger Christian Rivel scheint unter chronischer Unterforderung zu leiden (wenn ich mir so die Länge und Vielzahl Deiner schriftlichen Ergüsse ansehe, denke ich das manchmal auch von Dir! – Defroster). Anders ist es kaum zu erklären, dass der Schwede nicht nur vor einiger Zeit seine eigene Plattenfirma (Rivel Records) gegründet, sondern auch mit Audiovision ein weiteres musikalisches Betätigungsfeld ins Leben gerufen hat, das helfen soll, die Pause zwischen zwei Narnia – Alben zu überbrücken. Es entbehrt nicht einer gewissen Logik, dass das Audiovision – Debütalbum „The calling“ folgerichtig über die eigene Plattenfirma veröffentlicht wird. Lediglich für den Asiatischen Markt zeichnet das Label King Records für den Release verantwortlich.

Den Großteil des Materials schrieb Rivel gemeinsam mit Gitarrist / Produzent Lars Chriss (Lions Share). Zum offiziellen Lineup gehören weiterhin mit Bassist Mikael Höglund (Thunder), Schlagzeuger Thomas Broman (Glenn Hughes), sowie Keyboarder Andreas Lindahl (Platitude) alles andere als unbekannte Musiker. Des weiteren sind auf „The calling“ zahlreiche Gastmusiker zu hören, wie z.B. Tony Franklin (Whitesnake, Blue Murder), Bruce Kulick (Kiss), Mic Michaeli (Europe), Jeff Scott Soto (Talisman, Yngwie Malmsteen), Mattias Eklundh (Freak Kitchen), Mats Leven (At Vance, Yngwie Malmsteen), Carl Johan Grimmark (Narnia) und Eric Clayton (Saviour Machine), die sich wie das ‚Who is who‘ im Bereich Melodic Metal und Hardrock anhören – bei so viel musikalischer Kompetenz kann doch eigentlich nichts schiefgehen.

Und in der Tat gehen die Songs auf „The calling“ gut ins Ohr. Es handelt sich zumeist um knackige, im Midtempo-Bereich angelegte, relativ leicht verdauliche Melodic Metal / Hardrock – Songs, deren Gesang große Melodiebögen aufweist, nur sehr selten driftet das ganze in progressivere Regionen ab. Der Titelsong kann gleich stellvertretend für das restliche Material angesehen werden: „The calling“ ist ein knackiger Banger mit fettem Gitarrenriff und großem Melodiebogen im Refrain. Nebem diesem zählen für mich „Evil or divine“ (Ohrwurm-Refrain), das treibende „Face to face“, sowie der Uptempo-Kracher „Show me the way“ zu den Highlights und somit Anspieltipps eines Albums, dessen druckvoller Sound ebenfalls zu überzeugen weiß. Fans des entsprechenden Genres sollten auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren!

Informationen zu Audiovision gibt es unter www.rivelrecords.com, erhältlich ist „The calling“ in Deutschland über den Mailorder AOR Heaven.

Randbemerkung: Zeitgleich zu diesem Album veröffentlicht Sänger Christian Rivel in diesen Tagen das Debütalbum seines zweiten Projektes: Divinefire – „Glory thy name“ (siehe Review in dieser Rubrik).

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