Axel Rudi PellKings and Queens>> Mehr Material zur Band

01. The gate (intro)
02. Flyin‘ high
03. Cold heaven
04. Strong as a rock
05. Forever angel
06. Legions of hell
07. Only the strong will survive
08. Sailing away
09. Take the crown
10. Sea of evil
Mit „Kings and queens“ legt Axel Rudi Pell bereits sein zehntes Solo – Studioalbum vor (daneben erschienen die beiden „The Ballads“ – Compilations, sowie eine Best of – Doppel-CD und zwei Live – Alben). Insgesamt ist das blonde Gitarren – Wunder aus Wattenscheid jedoch wesentlich länger im Geschäft, denn bereits vor genau 20 Jahren nahm er mit seiner Band Steeler sein erstes Album auf („Steeler“).
Seinen Stil hat Axel Rudi Pell noch nie geändert und wird dies nach eigenen Angaben auch nie tun. Seine Fans wissen somit jederzeit, was sie für ihr sauer verdientes Geld bekommen werden. Und auch „Kings and queens“ kann man sich als Pell – Fan bedenkenlos, und ohne sich die CD vorher im Plattenladen anzuhören, kaufen!

Der ‚Wizard‘ kann mittlerweile auf ein eingespieltes Team zurückgreifen, denn Johnny Gioeli (v.), Volker Krawczak (b.), Ferdy Doernberg (k.) und Mike Terrana (d.) zählten bereits auf den letzten beiden Studiowerken „The masquerade ball“ (2000) und „Shadow zone“ (2002), sowie auf dem Live – Album „Knights live“ (2002) zur Belegschaft.
Einflüsse von außen gibt es in der Musik von Axel Rudi Pell (zum Glück) nicht, und so verfolgt „Kings and queens“ (vor allem was die Produktion / den Sound anbelangt) den auf „Shadow zone“ eingeschlagenen Weg konsequent weiter, wobei man sich hier und da auch an eigenen älteren Songs orientiert, was natürlich legitim ist.

Nach dem kurzen, Mittelalter – Atmosphäre versprühenden Intro eröffnet das flotte „Flyin‘ high“ in der Tradition von bspw. „Earls of black“ das Album. Es folgt mit dem Ohrwurm „Cold heaven“ ein Midtempo – Groover, dessen Gitarrenriff zu Beginn grob an „Carousel“ oder „Fool fool“ erinnert. „Strong as a rock“ beginnt lässig und mündet in einen Mitgröl – Refrain der Marke „Shoot her to the moon“ (inklusive ‚Rock choir‘). Die Pell-typische Ballade “Forever angel“ steht in der Tradition von bspw. „Silent angel“ oder „Heartbreaker“. Mit „Legions of hell“ folgt für mich das große Highlight auf einem insgesamt keineswegs schwachen Album. Episch angelegt (fast 9 Minuten Länge) führt dieser Song den Weg von „The masquerade ball“ fort. Das Gitarrenriff des coolen Rockers „Only the strong survive“ ähnelt ein wenig dem von „Nasty reputation“, während man auf „Sailing away“ Axel Rudi Pell’s Blackmore / Rainbow / Deep Purple – Verbundenheit heraushören kann. Der Midtemp – Song „Take the crown“, sowie das schleppende „Sea of evil“ im Stile von z.B. „Night and rain“ beenden ein gelungenes Album, bei dem neben dem Gitarrenspiel vor allem einmal mehr der Gesang von Goldkehlchen Johnny Gioeli herausragend ist.

Insgesamt sind die Gesangs- und Gitarrenmelodien sowie die Gitarrensoli auf dem Vorgänger, „Shadow zone“, zwar für meinen Geschmack einen Tick virtuoser, aber kein Mensch kann sich fortlaufend selbst übertreffen. Axel Rudi Pell ist gar nicht fähig, einen gewissen Qualitätsstandard zu unterschreiten, somit ist „Kings and queens“ (wie gewohnt) ein hervorragendes Album geworden!

ShamRock

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