One Man Army And The Undead QuartetGrim Tales>> Mehr Material zur Band

01. Black Clouds
02. Misfit With A Machinegun
03. Saint Lucifer
04. Cursed By The Knife
05. A Date With Suicide
06. Death Makes It All Go Away
07. Dominator Of The Flesh
08. Bonebreaker Propaganda
09. Make Them Die Slowly
10. The Frisco Reaper
11. Bastards Of Monstrosity
Wie sagt man doch immer wieder so schön im Musikbusiness wenn es um das dritte Album einer Band geht: "Make it or Break it!". In diesem Fall sind wir einmal mehr bei einem dieser berüchtigten dritten Alben angekommen. Die One Man Army and The Undead Quartet präsentiert uns in diesem Jahr ihr neues Werk 'Grim Tales' und wir wollen doch hier nun mal schauen, was in Zukunft noch von dieser Band zu erwarten ist.

Die wohl auffälligste Veränderung die im letzten Jahr stattgefunden hat ist wohl der Ausstieg von Gitarrist Pekka und der Einstieg seines Nachfolgers Matthias. Dies soll uns aber an dieser Stelle nicht weiter interessieren, da keiner der beiden noch Einfluss auf das Album hatte. Eine weitere wichtige Neuerung ist die Tatsache, dass man seit neustem nicht mehr wie gewohnt über Nuclear Blast veröffentlicht, sondern das Album an die Genrekollegen von Massacre Records lizeniert worden ist. Auswirkungen auf die Musik hat das allerdings nicht, doch fangen wir an dieser Stelle am besten einmal ganz von vorne an.

Als die One Man Army mit ihrem Debütalbum auftauchte war das Interesse vor allem groß, da sich hinter dem Gesangsposten kein Geringerer als Ex-The Crown Sänger Johan Lindstrand verbarg. Viele erhofften sich von dem Album eine Revival der vor noch nicht allzu lang verschiedenen DeathMetal-Legende. Doch bei der Army ging man andere Wege und war wesentlich Thrasiger im Sound ausgelegt. Doch dies tat eigentlich nichts zur Sache, da man mit '21th Century Killing Machine' ein erstklassiges Album abgelegt hatte. Man war zur Promotion des Albums schon viel Unterwegs und konnte im gleichen Maße auch bei den Liveauftritten überzeugen. Schon ein Jahr später gab es dann mit 'Error in Evolution' das zweite Album der Schweden. Auch hier legte man ein gutes Album vor, doch konnte nicht wirklich an das Erstwerk anknüpfen, da man wesentlich melodischer und experimentierfreudiger wurde. Nun schreiben wir das Jahr 2008 und eine weiteres Werk steht in den Regalen.

Zum großen Glück vieler orientiert man sich mit dem neuen Album 'Grim Tales' wieder viel mehr an dem Erstwerk und bringt den Staub auf den Boxen ganz schön zum vibrieren. Schon nach den ersten Takten des sehr melodischen und eingängigen Intros legt man mit "Misfit With A Machinegun" mächtig los und zeigt wo der Hammer hängt. Man geht hier keine Kompromisse ein und mäht einfach alles nieder was im Weg steht, frei nach dem Motto - Bulldozer ...fucking... Frenzy - . Doch nicht nur die Songs sind wieder viel viel intensiver und brutaler, sondern auch der Sound hat mächtig zugelegt und man liefert eine der tightesten Performances seiner Karriere ab. Ich bin einfach nur schwer begeistert. Wenn wir hier schon einmal am schwärmen sind, muss auf jeden Fall auch die Gesangsleistung von Johan hervorgehoben werden, der growlt wie bisher auf noch keiner anderen Platte.

Die One Man Army and the Undead Quartet schafft es mit ihrem neuen Album, meiner Meinung nach, einen absoluten Breaker aufzunehmen. Dabei muss allerdings klar sein, dass wir hier nicht In Flames vorliegen haben, die einfach mit ihren Melodien für Millionen einen ganz anderen Stand in der Musikwelt erreichen können. Wir sprechen hier von richtig schön erdigem Death/ThrashMetal der unter die Haut geht und einfach dafür da ist alles raus zu lassen was sich angestaut hat. Ich kann hier nur sagen Experiment geglückt und bitte weiter so und mehr davon.


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