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Family Jewels
Nach den drei Live - Dokumentationen "Stiff upper lip" (2001), "No bull" (1996) und "Live at Donington" (Umsetzung des 1992er VHS-Videos) veröffentlichen die Australischen Vorzeige-Rocker AC/DC nun die Doppel - DVD "Family jewels", auf der die Bandgeschichte in Form einer Aneinanderreihung von Musikvideos aufgearbeitet wird. Zum Zuge kommen dabei u.a. Promo clips, sowie diverse Fernsehauftritte der Band im Zeitraum von 1975 bis 1991. Die letzten beiden AC/DC - Studioalben "Ballbreaker" (1995) und "Stiff upper lip" (2000) bleiben also unberührt, obwohl meines Wissens nach auch zu diesen beiden Longplayern Videoclips existieren (Ich glaube, es gibt "Stiff upper lip" und "Save in New York City"?! - Defroster).

Die Gliederung ist denkbar einfach: DVD 1 enthält die Bon Scott - Phase, während auf dem zweiten Silberling der derzeitige AC/DC - Sänger Brian Johnson zum Zuge kommt. Wer also schon immer mal einen direkten Vergleich der beiden AC/DC - Frontmänner vornehmen wollte, hat mit "Family jewels" nun die Möglichkeit. Die technischen Rahmenbedingungen der Doppel - DVD sind hervorragend: Ton und Bild der einzelnen Clips wurden untereinander angeglichen und außerdem den heutigen Standards angepasst, so dass man die DVD durchgehend genießen kann ohne bspw. ständig eine Regulierung des Tons vornehmen zu müssen. Der denkbare Effekt, dass die Clips immer aktueller und damit auch lauter werden bleibt zum Glück aus, alles bewegt sich von Anfang an auf einem gleichhohen Level.

Auch inhaltlich dürften alle AC/DC - Fans voll auf ihre Kosten kommen, enthält doch jede der beiden DVDs insgesamt 20 Songs der Rock'n'Roll - Legende mit den vier Buchstaben (… und einem Slash. Zehn Buchstaben und ein Slash wäre Guns n' Roses! - Defroster), wobei die ältesten präsentierten Musikvideos nicht weniger als 30 (!) Jahre auf ihrem Buckel haben. So zeigt "Baby please don't go" (April 1975) AC/DC als (man möchte fast sagen) Schülerband live in ABC's ‚Countdown'. Bon Scott ist als Mädchen mit (blonden) Pipi Langstrumpf - Zöpfen verkleidet, während Angus Young natürlich schon damals sein Markenzeichen, die Schuluniform, trug. Zahlreiche weitere Klassiker, die die Band in den 70er-Jahren veröffentlichte, befinden sich auf dieser ersten DVD, u.a. der Promo clip zu "Jailbreak" (1976), in dem ein solcher nachgespielt wird, und das mega-kultige Video zu "Let there be rock" (1977), in dem Bon Scott in einer Kirche als Priester verkleidet den Rock'n'Roll predigt. Die DVD endet mit den Musikvideos zu "Highway to hell" (1980), "Girls got rhythm" (1980), "If you want blood (you've got it)" (1979), "Touch too much" (1979), "Walk all over you" (1979) und "Shot down in flames" (1979) - allesamt vom letzten AC/DC - Album mit Bon Scott, dem unsterblichen "Highway to hell" aus dem Jahre 1979.

Einen besseren Einstieg als das Album "Back in black" (1980) hätte der neue AC/DC - Sänger Brian Johnson seinerzeit wohl kaum haben können. Und somit beginnt die zweite DVD standesgemäß mit den Promo clips zu "Hells bells" (1980), "Back in black" (1980), "What do you do for money honey" (1980) und "Rock and roll ain't noise pollution" (1980) von eben diesem Meisterwerk. Ansonsten zeigt das 83er - Video zu "For those about to rock", dass die Band schon vor 22 Jahren bei Konzerten ihre bekannten Kanonenschläge während dieses Songs eingesetzt hat. Herzstück dieser zweiten DVD ist das '85er Homevideo "Fly on the wall", das eine Mini-Geschichte enthält, die rund um die Songs "Fly on the wall", "Danger", "Sink the pink", "Stand up" und "Shake your foundations" gespielt wird. Überhaupt gilt augenscheinlich der Grundsatz: je neuer das Musikvideo, desto mehr Handlung enthält es rund um die Musik. "Thunderstruck" (1990), "Moneytalks" (1990) und "Are you ready" (1991) vom 1990er Album "The razors edge" beenden den zweiten Silberling, der außerdem noch eine Diskographie (mit Liedtiteln, allerdings ohne Erscheinungsdatum der jeweiligen Alben) enthält (Die fehlenden Erscheinungsdaten wurmen Dich, oder? Es gibt aber auch Leute, die nicht den Drang haben, Dinge stets zu katalogisieren. - Defroster)

Insgesamt sind im Laufe der 40 Musikvideos folgende AC/DC - Musiker zu sehen: Angus Young (g.), Malcolm Young (g.), Bon Scott (v.), Brian Johnson (v.), Cliff Williams (b.), Mark Evans (b.), Phil Rudd (d.), Simon Wright (d.) und Chris Slade (d.).

Trotz der nicht gegebenen Vollständigkeit (wie oben erwähnt fehlen die letzten beiden Alben gänzlich) kann das Fazit nur lauten: Für AC/DC - Fans (wie mich) ist "Family jewels" ein Pflichtkauf! (Ich hätte gerne noch einen Kommentar geschrieben, aber ich musste los… zum Plattenladen! - Defroster)

ShamRock



Tracklist:

DVD 1:

01. Baby please don't go
02. Show business
03. High voltage
04. It's a long way to the top (if you wanna rock'n'roll)
05. T.N.T.
06. Jailbreak
07. Dirty deeds done dirt cheap
08. Dog eat dog
09. Let there be rock
10. Rock'n'roll damnation
11. Sin city
12. Riff raff
13. Fling thing / Rocker
14. Whole lotta Rosie
15. Shot down in flames
16. Walk all over you
17. Touch too much
18. If you want blood (you've got it)
19. Girls got rhythm
20. Highway to hell

DVD 2:

01. Hells bells
02. Back in black
03. What do you do for money honey
04. Rock and roll ain't noise pollution
05. Let's get it up
06. For those about to rock (we salute you)
07. Flick of the switch
08. Nervous shakedown
09. Fly on the wall
10. Danger
11. Sink the pink
12. Stand up
13. Shake your foundations
14. Who made who
15. You shook me all night long
16. Heatseeker
17. That's the way I wanna rock'n'roll
18. Thunderstruck
19. Moneytalks
20. Are you ready

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